Daten sind die Grundlage von Informationen, aber muss man sie deswegen selber verwalten? Der Mittelstand wird mit Mietspeicher Angeboten umworben
(veröffentlicht am 07.05.2009 in SearchStorage.de)
Mit der Aufgabe ihr Rechenzentrum zu einem IT Service Provider zu machen, verabschiedeten sich vor zehn Jahren viele Unternehmen vom eigenen Rechenzentrum. Jetzt steht das Kosten sparen erneut auf der Agenda. Warum also nicht mal bestimmte Aufgabenbereiche (Outtasking) wie das Backup oder die Archivierung auslagern? Am Beispiel Storage-as-a-Service wird beleuchtet, ob diese Dienstleistung auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant sein könnte.
Storage-as-a-Service (StaaS) ist – ähnlich wie SaaS (Software-as-a-Service) darauf ausgelegt, keine eigenen Ressourcen für eine bestimmte Aufgabe im Haus zu binden. Die ersten Versionen vermieteten die reine Hardware-Infrastruktur. Das allein scheint den Kunden nicht ausreichend zu sein, da viele Firmen – allen voran die „großen“ Speicherhersteller wie auch spezialisierte Einlager-Firmen – seit einiger Zeit verstärkt Managed Services anbieten.
Der geneigte Anwender könnte somit Teile oder gar seine gesamte Speicher-Infrastruktur inklusive Softwarebestandteile und Administration an ein externes Unternehmen vergeben. Für die Sicherheit der Daten sorgen sogenannte Tiered Data Center. Je nach gewünschtem Sicherheitslevel, werden die Daten tief im externen RZ „vergraben“ und durch Schutzmechanismen nur autorisiertem Personal beim Anwender zugänglich gemacht.
Die Übertragung erfolgt dabei verschlüsselt. Soweit die reine Lehre. Was sich im ersten Moment recht gut für den einen oder anderen Controller anhört, mag jedoch in der Ausführung gut bedacht werden.
WER BRAUCHT ST-A-A-S NICHT?
Grundsätzlich ist die Idee hinter Remote-Anwendungen die gleiche, wie bei der im Haus befindlichen IT: Datenverarbeitung, Sicherung, Wiederherstellung, Archivierung. Dabei bringt es auf der einen Seite Vorteile, das „Blech“ und – vor allem – die Administration extern zu vergeben, da eigene (Personal-) Ressourcen für die Unterhaltung mit entsprechenden Kosten zu Buche schlagen und somit anderweitig eingesetzt werden könnten. Auch spart man bei den Hardware-Anschaffungskosten und demzufolge auch bei den Wartungsverträgen, die oftmals ein Vielfaches der eigentlichen Hardware kosten.
Auf der anderen Seite muss sich ein Anwender klar sein, dass er Zugriff auf „seine“ Daten nur über eine (Stand-) Leitung bekommt. Fällt diese aus, kann es sein, dass sein Betrieb ebenfalls „steht.“ Gleiches gilt für die Datensicherheit (Schutz vor Missbrauch). Auch hier muss also eine Risikoanalyse vor dem Einsatz stehen.
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